Gedenkveranstaltung „Für die Opfer des Faschismus“ am Augsburger Westfriedhof
03. Nov 2026
Zunächst erinnerte Martha Metzger die Anwesenden daran, dass in Berlin gerade ein vom Finanzamt initiiertes Verfahren zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN läuft. Die VVN habe dagegen eine Petition gestartet, die hier unterzeichnet werden kann. Die Abererkennung der Gemeinnützigkeit wäre für die VVN ein herber Verlust, nicht zuletzt weil dadurch die Finanzen der VVN und damit die Arbeit der VVN massiv unter Druck geraten würden.
Im Anschluss daran stellte Bernhard Kammerer den neu erstellten Lern- und Gedenkort auf dem Westfriedhof vor. Anschließend verlas Harald Munding von der VVN-BdA Augsburg eine Opferbiographie zu Matthias Lang (1871-1937), für den kommendes Jahr auch ein Stolperstein in Augsburg verlegt werden wird.
Dann folgte meine Ansprache. Ihr Schwerpunkt war die Bedrohung unserer Demokratie durch den politischen Rechtsruck und die Wahlerfolge der AfD. Nimmt man den Schwur von Buchenwald – „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ – ernst, muss angesichts der jüngsten Wahlergebnisse die Sorge wachsen, ob dieser Schwur heute noch gehalten werden kann.
Vor allem die Parteien der Mitte sind gefordert, wieder eine Politik zu machen, die sie für viele wieder wählbar und rechte „Alternativen“ überflüssig macht. Isabella Webers Vorschläge scheinen hier hilfreich: Sie würden viele Menschen von ihren unmittelbaren Existenzsorgen befreien und ihnen ein Leben in Würde ermöglichen – bezahlbare Energie, Miete, ÖPNV und Lebensmittel.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung in bewährter Manier von Ludwig Rucker auf dem Akkordeon.
Im Anschluss gab es noch im Bürgerhaus Pfersee einen kleinen Imbiss und einen Jahresrückblick über die Arbeit der VVN Augsburg.